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GEAK – so bauen & modernisieren Sie richtig!

GEAK-Stand 2018
GEAK Tischstand an der Bauen & Modernisieren 2018

GEAK Tischstand an der Bauen & Modernisieren 2018 – Diskussion zwischen Andreas Pfeiffer (links) und Andreas Kehl (rechts)

Bauen & Modernisieren in der Messe Zürich vom 6. bis 9. September 2018: Résumé nach einem Nachmittag am GEAK Messestand und 1:1 Kontakten mit Hausbesitzern.

Bauen & Modernisieren – was die Hausbesitzer umtreibt

Die 49. Bauen & Modernisieren ist bereits Geschichte. Höchste Zeit Bilanz zu ziehen. Etwa 25’000 Besucher hat die Messe dieses Jahr trotz schönem Wetter angezogen. Ich durfte einen Nachmittag den GEAK Messestand betreuen und die Besucherstimmung abholen.  Um eines Vorwegzunehmen: Es hat gut getan, die direkten Anregungen, Sorgen und Wünsche der Kunden zu hören. Vormittags nutzte ich die Zeit mich selber auf der Messe zu erkundigen. Es macht sich ja bekanntlich nicht gut, wenn der Kunde besser informiert ist als die Fachperson.

Rundgang auf der Messe

Als erstes nahm ich mir etwas Zeit um mich in den beiden Hallen 5 und 6 zu informieren. Auf dem Geschoss der beiden Hallen findet man fast alles was Rang und Namen hat zum Thema Gebäude-/Energietechnik – genau das Fachgebiet von brain4sustain. Die Messe ist für interessierten Gebäudebesitzer und  daher eher eine Publikumsmesse als eine Fachmesse, wie es zum Beispiel die Swissbau ist. Neben den klassischen bekannten Herstellern wie Hoval, Elco, Vissmann, Meier Tobler sind auch kleinere lokale Betriebe, sowie einige Energieversorger anzutreffen. Weiter findet auch das Thema Elektromobilität Einzug in die Messe. So ist auch Tesla mit einem beachtlichen Stand vertreten. Die Entwicklung zeigt, dass Energie- und Mobilitätsthemen immer mehr verschmelzen. Die Ladeinfrastruktur ist nun mal ein Teil der Technik im Gebäude. Ein grosses Thema an der Messe war insbesondere „Smart Energy“, was bei den aktuell oft tiefen Rückspeisetarifen der Energieunternehmen unbedingt Beachtung finden sollte. Mit intelligenten Technologien (Smart Energie, Smart Grid etc.) sollen die Verbraucher so zugeschaltet werden, dass der Eigenverbrauch der hauseigenen Photovoltaik-Anlage maximiert wird und möglichst wenig zurückgespeist wird.

Fünf Stunden am GEAK Stand

Am Nachmittag übernahm ich die GEAK Standbetreuung von meinem Berufskollegen. GEAK teilte sich den Stand anderen Anbietern, insbesondere mit Minergie Schweiz und dem AWEL (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft des Kt. Zürich). Die Besucherschaft liess nicht lange auf sich warten und der Stand wurde rege besucht. Viele Fragen gingen in Richtung Förderung und deren Rahmenbedingungen. In welchen Fällen gilt die Förderung genau, wie muss vorgegangen werden und was wird im 2019 noch gefördert. Natürlich ein grosses Thema: Das neue kantonale Energiegesetz, welches sich in der Vernehmlassung befindet. Es soll vielen Hausbesitzern das Leben schwer machen, so wie ich die Stimmung eingefangen habe. Zum GEAK kamen natürlich auch Fragen über Nutzen und Sinnhaftigkeit. Einige kennen die Energieettikette für die Gebäude noch nicht, konnten aber sofort auf die Assoziation zu den Energieettiketten der Haushaltsgeräten knüpfen. Dank der zunehmenden Verknüpfung des GEAK mit der Förderung, der Minergie-Zertifizierung, der Energiegesetz und nicht zuletzt dem Umweltdahrlehen der ZKB (was übrigends eine tolle Sache ist), gewinnt der GEAK nun endlich an Bekanntheit.

FAQ’s der Messe

In den zahlreichen Gesprächen wurden einige Fragen immer wieder gestellt, weshalb ich mir erlaube, diese hier zusammenzufassen:

Frage: Wann wird das neue kantonale Energiegesetz im Kanton Zürich Inkraft treten?
Antwort: Das Gesetz befindet sich zur Zeit in der Vernehmlassung. Niemand kann heute genau sagen, wann dieses eingeführt wird. Aufgrund der aktuellen Situation kann allerdings nach Einschätzung des AWEL davon ausgegangen werden, dass dies vermutlich nicht vor 2021 der Fall sein wird.

Frage: Welche Bauteile werden im Kanton Zürich durch das Gebäudeprogramm gefördert?
Antwort: Am einfachsten besucht man dazu das Gebäudeprogramm oder visuell noch übersichtlicher die Seite des AWEL. Wichtig ist zu wissen, dass nur Bauteile gegen das Aussenklima gefördert werden.

Frage: Bleibt das Förderprogramm des Kantons Zürich auch für 2019 so gültig?
Antwort: Grundsätzlich gilt das Förderprogramm nur für 2018. Was im 2019 passiert weiss noch niemand. Üblicherweise wird erst gegen Ende Jahr das Programm für das Folgejahr bekannt gegeben.

Frage: Was ist der GEAK-Ausweis und was der GEAK Plus? Worin liegen die Unterschiede?
Antwort: Der GEAK-Ausweis ist eine Deklaration des Ist-Zustands und dient der Standortbestimmung oder der unabhängigen Deklaration für eine Handänderung. Der GEAK Plus allerdings, ist eine konzeptionelles Instrument und Entscheidungshilfe für verschiedene Sanierungsvarianten. Mit einem Sanierungsbericht nach GEAK Plus sind Sie in der Lage die nächste Projektphase in Richtung Projektierung auzulösen.

Frage: Was ist die Motivation für einen GEAK-Ausweis?
Antwort: Der GEAK-Ausweis deklariert unabhängig, dass das Gebäude und das Energiesystem eine bestimmt Qualitätsstufe erfüllt, wie man dies von Fahrzeugen oder Haushaltsgeräten kennt. Beim Gebäude ist dies bei einer Handänderung, im Kreditgeschäft (z.B. Umweltdahrlehen der ZKB) und seit jüngstem bei der Minergie-Zertifizierung mit der Systemerneuerung von Bedeutung. Das neue Angebot von Minergie ist im Sanierungsbereich ein Quantensprung. Mit der Kategorie nach GEAK sowie einigen wenigen Zusatzangaben ist eine Zertifizierung im Handumdrehen möglich. Mit dem neuen Energiegesetzt wird ebenfalls in bestimmten Fällen ein GEAK-Ausweis ausgestellt werden müssen.

Frage: Was ist die Motivation für einen GEAK Plus?
Antwort: Der GEAK-Plus umfasst eine Konzept und eine Machbarkeit für verschiedene Sanierungsvarianten und Massnahmen und soll den Eigentümer zur für ihn besten Sanierungslösung verhelfen. Dabei werden wirtschaftliche als auch ökologische Kriterien berücksichtigt und diskutiert. Es ist die seriöse Planungsgrundlage für die nächsten Schritte bis zur Umsetzung der Massnahmen.

Frage: Gibt es eine Aufstellung aus welcher vom Öl-Verbrachs pro m2 Wohnfläche auf die Gebäudekategorie (A bis G) geschlossen werden kann?
Antwort: Leider nein. Entscheidend ist das Verhältnis von Gebäudehülle zur Oberfläche, Gebäudenutzung sowie Warmwasser und Stromverbrauch. Alle Angaben fliessen im GEAK ein. Abschätzungen und Handrechnungen durch den Fachmann sind natürlich immer möglich.

Frage: Was kostet ein GEAK-Ausweis und was ein GEAK Plus?
Antwort: Die Kosten lassen sich generell schwer abzuschätzen. Für eine zuverlässige Aufwandschätzung sind Detailinformationen oder eine Begehung vor Ort notwendig. Grob habe ich allerdings früher hier bereits über Kosten berichtet.

Bauen & Modernisieren, Zürich 2018

Gemeinschaftsstand an der Bauen & Modernisieren 2018 in Zürich